Infoabend

Richtig gute Laserbehandlung

PRK (Photo Refraktive Keratoplastik)

Die PRK ist eine Lasertherapie der Kurzsichtigkeit

Bei allen Laserbehandlungen wird durch Abtragung eines Linsenprofils innerhalb des Hornhautgewebes die Hornhaut abgeflacht. Bei den Kurzsichtigen erfolgt die Abtragung vor allem in der Mitte der Hornhaut, sodass die Hornhaut flacher wird und der Brennpunkt von vor der Netzhaut auf die Netzhaut verlagert wird. Bei Weitsichtigen erfolgt die Abtragung im Äußeren Bereich der Hornhaut wobei dadurch die Brechkraft erhöht wird und auch der Brennpunkt von hinter der Netzhaut auf die Netzhaut verlagert wird.

Die PRK ist vor allen Dingen geeignet für solche Patienten, die den Lasik-Schnitt in der Hornhaut nicht wünschen. Dabei ist es physiologisch gleichgültig, ob der Flap mit einem Keratom oder mit einem Laser geschnitten wird.

Die Durchführung von PRK ist ratsam bei dünnen Hornhäuten, jedenfalls wenn die Dicke der Hornhaut zentral weniger als 500µm beträgt. Des weiteren bei geringen Korrekturen, der verbleibende refraktive Fehler bei Lasik Operationen bis -6,0 bei +/- 0,5 Dioptrien darüber hinaus aber bis zu +/- 1 Dioptrie betragen kann. Dies hängt vor allem mit dem Einheilen des Flaps zusammen. Bei geringen fehlerhaften Kurz- oder Weitsichtigkeiten empfielt sich daher PRK, um diesen nicht kontrollierbaren Faktor der Flapeinheilung auszuschalten.

Die Operation

Diese Behandlung wird ambulant vorgenommen. Der Patient erhält für den ersten Tag einen Augenverband.
Da jedoch die oberflächliche Schutzschicht, das Hornhautepithel, heilen muß, ist es ratsam, den Heilungsverlauf in den ersten drei Tagen nach der

Laserbehandlung augenärztlich kontrollieren zu lassen.
Während der Laserbehandlung, die normalerweise in örtlicher Augentropfen- betäubung durchgeführt wird, spürt der Patient keinen Schmerz. Der Ablauf der Operation wird vorher demonstriert. Die Laserbehandlung selbst dauert weniger als 90 Sekunden.

In den ersten 12-24 Stunden haben einige Patienten stumpfe Augenschmerzen, ähnlich wie nach einer Kontaktlinsenverletzung; dies ist jedoch ungefährlich und braucht Sie nicht zu beunruhigen. Es sollten in jedem Falle prophylaktisch Schmerzmittel genommen werden, die wir wir unseren Patienten vor der Operation verabreichen und für zu Hause mitgeben. Manche Patienten spüren aber überhaupt keinen Schmerz. In diesen ersten Stunden nach der Laserbehandlung kommt es zu einer leichten Rötung, Blendung, vermehrten Tränen und zu verschwommener Sicht.

Nach der Operation:

Eine erhöhte Blendungsempfindlichkeit äußert sich vor allem im Dunkeln oder bei Dämmerung. Dies kann einige Wochen dauern, läßt jedoch allmählich nach.

Direkt nach der Laserbehandlung ist das Resultat über das Ziel hinausschießend. Dies ist mit einkalkuliert und soll die mit der Lasertherapie verbundene Rückbildung auffangen. Zum Beispiel ein - 4,0 Dioptrien Kurzsichtiger ist direkt nach der Laserbehandlung + 0,75 Dioptrien weitsichtig, nach 2-3 Wochen aber im Normalbereich.

Nach der Laserbehandlung muß der Patient kortisonhaltige Augentropfen für die Dauer von 3 Wochen in abnehmender Dosierung eintropfen. Ein Nichteinhalten der Verordnung kann zu Nebelbildung in der Hornhaut führen.

Die früher beschriebenen Rückbildungen des erzielten Ergebnisses gibt es bei der Verwendung eines Flying-Spot-Lasers nicht mehr. Seit der

klinischen Einführung im Jahre 2002 haben wir Rückbildungen überhaupt nicht mehr gesehen. Selten kommt ein natürliches Fortschreiten der Kurzsichtigkeit auch im mittleren oder höheren Alter vor, ohne das die Hornhautoberfläche etwas damit zu tun hat.
Kurzsichtige können normalerweise auch ohne Brille in der Nähe sehen. Ein Kurzsichtiger, der jedoch durch die Laserbehandlung erfolgreich normalsichtig wurde, wird etwa ab ca. dem 40. Lebensjahr, wie jeder Normalsichtige auch, eine Lesebrille brauchen.

Die Arbeit kann in der Regel 4-7 Tage nach der Laserbehandlung wieder aufgenommen werden.

Komplikationsmöglichkeiten

In wenigen Fällen kann vorrübergehend eine Eintrübung im Bereich der behandelten Hornhaut auftreten. Dies wird HAZE genannt und tritt einige Monate nach der OP auf und verschwindet unter entsprechender Therapie nach Monaten.

Das Auftreten des Haze ist eine unangenehme Begleiterscheinung, die den Patienten bei seiner Arbeit und beim Autofahren beeinträchtigen kann.

Stärkere Hornhauteintrübungen kommen nach Flying-Spot-Laserbehandlung nicht mehr vor. Jedenfalls haben wir dieses Problem bei unseren Patienten noch nicht gesehen.

Herzschrittmacher-Patienten können nicht behandelt werden.

Kurzsichtigkeit kombiniert mit Stabsichtigkeit kann mit dem neuen Laserverfahren gleichzeitig behandelt werden.